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| Widerlegung (griech. ἔλεγχος;
lat. elenchus, confutatio, refutatio; engl. refutation; frz. refutation). 1. Dialektische und dogmatische W. – In der Argumentationskunst (Dialektik) ist der Elenchus → (s.d.) die früheste, auch terminologisch feststehende Form einer W., wie sie vor allem in den frühen und mittleren Dialogen PLATONS vorgeführt wird [1]. Das dialektische Prüfen einer These → (s.d.) durch Sokrates endet zumeist damit, daß weitere Zugeständnisse des Unterredners direkt oder indirekt der ursprünglichen These widersprechen, so daß nicht beides zu halten ist, wenn die «Übereinstimmung mit sich selbst» [2] gewahrt bleiben soll. Widerlegt sind Thesen also nur in der Verbindung mit anderen Annahmen des Gesprächspartners; eine solche W. führt nicht zu wahren Sätzen. In diesem Sinne ist auch nach ARISTOTELES eine W. die Herbeiführung eines kontradiktorischen Widerspruchs → (s.d.) zwischen der Konklusion eines Schlusses aus einer zugestandenen Prämisse und der Konklusion aus einem weiteren Zugeständnis [3]. Die W. ist also kein apodeiktischer Schluß; sie erfolgt dialektisch, nämlich in Abhängigkeit vom Gesprächsrahmen (Gesprächspartner und -situation) [4].
Von anderer Art ist diejenige W., die die Unrichtigkeit eines Schlusses
aufgrundvon formalen Schlußfehlern aufdeckt, also unabhängig
vom Gesprächsrahmen gültig ist; diese nennt Aristoteles «Auflösung» (λύσις)
eines Fehlschlusses [5]. Die ‹Sophistischen Widerlegungen› des
Aristoteles thematisieren die sogenannten W.en der Sophisten, entlarven
sie als Trugschlüsse und somit nur scheinbare W.en und systematisieren
zum ersten Mal die Verstöße gegen korrektes Argumentieren
einschließlich der Unkenntnis einer richtigen W. («ignoratio
elenchi») [6]. Dem lateinischen Aristotelismus wird durch BOETHIUS das Fremdwort «elenchus» [7],
durch WILHELM VON MOERBEKES Übersetzungen der Aristoteles-Kommentatoren «redargutio» geläufig
[8]. In der Rhetorik wird mit ἀνασκευή (wörtl. ‹Ab-bau›, ‹de-structio›)
der widerlegende Redeteil bezeichnet, der die gegnerischen Behauptungen oder
rhetorischen Beweise (πίστεις) mit allen
Mitteln ‘zerstört’ [9]. Die römischen Schriftsteller verwenden überwiegend «confutatio» nach
der ‹Rhetorica ad Herennium› («confutatio est contrariorum
locorum dissolutio») [10], aber auch «refutatio» nach QUINTILIAN
[11] und «reprehensio» nach CICERO [12]. In der Disputationskunst wird allgemein im aristotelischen
Sinne von ‹W.› gesprochen, wenn in derselben Disputation vorher
Verneintes zugestanden oder vorher Zugestandenes verneint wird («redargutio
est praenegati concessio, vel praeconcessi negatio»). Das Ziel der W. ist,
dem Gegner nachzuweisen, daß er seine These nicht halten kann [13]. «Wenn
einer aber nicht in derselben Disputation oder nicht kraft der Argumentation,
sondern willkürlich vorher Bejahtes verneint bzw. vorher Verneintes bejaht,
dann ist das keine Widerlegung» («si autem non in eadem disputatione,
vel vi argumenti, sed propria voluntate aliquid negat concessum, vel concedat
negatum, non est redargutio») [14]. Die mittelalterliche Disputationskunst,
besonders die ‹Ars obligatoria› [15], entfaltet die Argumentations-Techniken,
die zu W. führen, mit allen Finessen. Ein anderer Anspruch einer W. besteht darin, den inhaltlichen
Irrtum der gegnerischen Behauptung aufzuweisen. Immer da, wo von einem Standpunkt
der Wahrheit her argumentiert wird, sollen W.en den gegnerischen Standpunkt zerstören
und den eigenen verteidigen. Seit der Antike sind solche W.en als Schriftgattung
verbreitet, wie z.B. die ‹Widerlegung aller Häresien› aus
dem 2. Jh. [16]. In der arabischen Philosophie des Mittelalters macht die ‹Widerlegung
der Widerlegung› (‹Tahāfut al-tahāfut›) des IBN
RUŠD (AVERROES) Philosophiegeschichte [17]. Diese Schrift sucht die Angriffe
zu entkräften aus AL-GHAZĀLĪS ‹Widerlegung der Philosophie›,
in der den philosophischen Lehren Verstöße gegen islamische Glaubenswahrheiten
vorgeworfen werden. In der christlichen Welt wird nach der Reformation von katholischer
Seite die «Widerlegung der Lehre Lutheri» unternommen («vehemens
confutatio venisset adversus me scripta») [18]. Ab dann haben die Widerlegungs-
und Streitschriften Hochkonjunktur, die die Irrtümer der religiösen
Gegner widerlegen bzw. in ‹Apologien› die W.en der Gegner wiederum
widerlegen. Die «Widerlegungstheologie» («theologia elenctica»; «polemische
Theologie») hat zum «Endzweck», die «Reinheit der Lehre» wie
auch das «Heyl des Menschen» zu retten [19]. Umgekehrt hat es sich
die radikale Aufklärung auf ihre Fahnen geschrieben, gerade die religiösen
Irrtümer zu widerlegen. Freilich bedarf es «bey der Theologie aber
... schon einer größeren Behutsamkeit, wenn man einige Fehler, die
zumahl einige Jahrhunderte hindurch von ganzen Universitäten vertheidigt
worden, widerlegen wollte»; oder aber, «da einige grobe Irrthümer
in der Welt so privilegiret sind, daß es höchst gefährlich wäre,
darwider zu reden und zu schreiben, so unterläßt man zuweilen die
Widerlegung» [20]. Auch in der Philosophie werden gegnerische, für falsch
gehaltene Annahmen oder ganze Lehrgebäude aus inhaltlichen Gründen
widerlegt. Für die Bekämpfung von Vorurteilen und Aberglauben lautet
die Maxime bei CH. THOMASIUS: «Widerlege die Irrthümer, die dem menschlichen
Geschlecht schädlich ... sind» [21]. Mit der W. hat man, so G. F.
MEIER «die Absicht», den anderen «von seinem Irrthum zu befreien» [22];
diese Absicht hebt wahre W.en von Rechthaberei und «Consequenzenmacherei» [23]
ab, die in böser Absicht geschehen. Als Schutz vor solchen gibt Meier fünf
nützliche Regeln zur Beachtung bei W.en an die Hand [24]. Der Philosoph,
der sich der «philosophischen Methode» bedient («methodo philosophica
philosophatur»), also seine eigenen Grundsätze zureichend bewiesen
hat, verschwendet nach CH. WOLFF nur unnütz Zeit darauf, andere zu widerlegen
[25]. Für Wolff ist die W. der Beweis der Falschheit eines Satzes, den ein
anderer für wahr hält («refutatio est demonstratio falsitatis
propositionis, quam alter pro vera habet») [26]. Die W. («refutatio»)
wird unterschieden von der logisch schwächeren Bestreitung («impugnatio»). «Ein
wahrer Satz kann zwar bestritten und angegriffen, aber niemals widerlegt werden» («propositio
vera impugnari, non refutari ... potest») [27]. I. KANT definiert bündig,
die W. sei nichts anderes als der «negative Beweis» [28]. Dieser
logische W.-Begriff hat sich weit von der dialektischen Tradition entfernt, wenngleich
Kant sie auch über die ‹Vernunftlehre› Meiers ausgiebig rezipiert
hat [29]. Für B. BOLZANO hingegen ist die W. die Antwort auf einen «Einwurf» und
muß «mehr seyn als ein bloßer Beweis seiner Falschheit ...
es soll die Wirkung, welche der Einwurf in unserem Gemüthe ... hervorgebracht
hat, so vollkommen, als es nur möglich ist, wieder aufgehoben werden» [30].
A. SCHOPENHAUER läßt die bei anderen abgelehnte sophistische Eristik → (s.d.)
in seinem Manual zur «Kunst Recht zu behalten» noch einmal aufleben
und gibt Ratschläge, mit welchen Kunstgriffen man am besten den Gegner widerlegt
[31]. Für G. W. F. HEGEL steht fest, daß «die Manier, einen
Satz aufzustellen, Gründe für ihn anzuführen, und den entgegengesetzten
durch Gründe ebenso zu widerlegen, nicht die Form ist, in der die Wahrheit
auftreten kann» [32]. Die Mangelhaftigkeit eines Ausgangsprinzips für
sich alleine aufzuzeigen, heißt dessen W.; die W. des Grundprinzips für
sich alleine besteht in der Entwicklung des Ganzen [33]. 2. Falsifikation. – Erst in der modernen Wissenschaftstheorie kommt
es zu einer grundsätzlichen und ausgedehnten methodologischen Reflexion
auf die Widerlegbarkeit wissenschaftlicher Sätze und Theorien. Gegen den
Logischen Positivismus [34], der die Verifikation → (s.d.) als Prinzip des
Ausweises der Wahrheit von allgemeinen empirischen Sätzen etablierte, macht
K. R. POPPER geltend, daß Hypothesen empirischer Theorien nie verifiziert,
aber bereits durch nur eine einzige Gegeninstanz falsifiziert werden können
[35]. Bereits J. F. FRIES meinte, «man solle keine Voraussetzung machen,
welche nicht bestimmt von der Erfahrung widerlegt werden könne» [36].
Andererseits wird im Konventionalismus → (s.d.) P. DUHEMS die W. von Hypothesen
aufgrundvon Beobachtungen [37], bes. im Rahmen eines ‘experimentum crucis’,
problematisiert [38]. Die methodische Falsifikation → (s.d.) bei POPPER ergibt
sich aus dem Widerspruch eines bestimmten Beobachtungssatzes → (s.d.) mit
anerkannten «Basissätzen» → (s.d.). Die Falsifizierbarkeit
dient als «Abgrenzungskriterium» («criterion of demarcation»)
von erfahrungswissenschaftlichen gegenüber nicht erfahrungswissenschaftlichen
Theorien (z.B. Marxismus, Psychoanalyse, aber auch Metaphysik als Nicht-Wissenschaften
auf der einen Seite und Formalwissenschaften wie Logik und reine Mathematik auf
der anderen Seite) [39]. Die Unwiderlegbarkeit als Unmöglichkeit der Falsifikation
ist kein Ausweis von Wahrheit («to infer the truth of a theory from its
irrefutability is therefore inadmissible») [40]; deshalb ist «irrefutability
not a virtue of a theory but a vice» [41]. In Auseinandersetzung mit TH.
S. KUHNS Sicht «wissenschaftlicher Revolutionen», nach der statt
W.en erklärungsbedürftige «Anomalien» ein geltendes wissenschaftliches «Paradigma» außer
Kraft setzen, und ein solcher Paradigmenwechsel keine Annäherung an Wahrheit
bedeutet [42], präzisiert und differenziert POPPER seinen Kritischen Rationalismus
[43] dahingehend, daß Falsifizierbarkeit als Prüfbarkeit («testability
is therefore the same as refutability, or falsifiability») [44] und Falsifikation
als «kritische Prüfung» aufzufassen sei; die kontinuierliche
Reihe von erfolgreich bestandenen Falsifikationsversuchen führt zur «Bewährung» («corroboration»)
von Theorien, die nie Wahrheit, aber Wahrscheinlichkeit im Sinne von Wahrheitsähnlichkeit → (s.d.)
beanspruchen können. Hatte Popper bereits in seinen frühen Arbeiten
auf den grundlegenden Unterschied zwischen ‘logischer’ und ‘praktischer’ Falsifizierbarkeit
aufmerksam gemacht [45], so unterscheidet I. LAKATOS in Auseinandersetzung mit
Popper zwischen «dogmatic» und «naive» bzw. «sophisticated
methodological falsificationalism» [46]. In seiner postum veröffentlichten
rollenverteilten ‘Komödie’ ‹Proofs and Refutations› zum
wissenschaftlichen Fortschritt wird in Auseinandersetzung mit Kuhn und Popper
auch der Blick für die über die Erfahrungswissenschaften im engeren
Sinne hinausgehende Bedeutung von ‹W.› geschärft. An die Stelle
widerlegender Beobachtungen treten in der mathematischen Theoriebildung «Gegenbeispiele» («counterexamples»)
mit vergleichbarer methodologischer und heuristischer Funktion [47]. 3. Selbstwiderlegung. – Eine besondere Form der
W. ist die Selbstwiderlegung, auch ‹Retorsion› genannt [48]. Sie
liegt vor, wenn ein Widerspruch zwischen dem Aufstellen des Satzes und seinem
Inhalt besteht. Schon in der Antike wird der radikale Skeptiker, der die Unmöglichkeit
von Wissen behauptet, durch eine Selbstanwendung seiner eigenen Behauptung (περιτροπή)
widerlegt [49]. Auch im Mittelalter werden Sätze wie ‘es gibt keine
Wahrheit’ als selbstwiderlegend diskutiert [50]. Doch nicht alle selbstwidersprüchlichen
Aussagen, wie sie die mittelalterlichen Insolubilia → (s.d.) und Paradoxien
der Selbstreferenz → (s.d.) analysieren, sind selbstwiderlegend. J. L. MACKIE
unterscheidet drei Typen selbstwiderlegender Argumente: «absolutely self-refuting», «pragmatically
self-refuting» und «operationally self- refuting» [51]. Damit
verlagert sich der W.-Begriff durch die Erweiterung des zugrundeliegenden Widerspruchs
von der rein logischen auch auf die pragmatische Ebene [52]. Anmerkungen [1] Vgl. dazu: P. STEMMER: Platons Dialektik (1992) (mit neuerer Lit. zum Elenchos). [2] PLATON: Gorg. 482 bf. [3] ARISTOTELES: Soph. el. 1, 165 a 2; vgl. 5, 167 a 23ff. [4] Anal. pr. II, 20, 66 b 5–17. [5] Top. VIII, 10, 160 b 23ff. [6] Soph. el. 3, 165 b 15; vgl. Art. → ‹Irrtum (Schlußfehler)›. Hist. Wb. Philos. 4 (1976) 606–614; → ‹Trugschluß›, a.O. 10 (1998) 1529. [7] BOETHIUS: Anal. pr. II, 20, 66 b 6, in: ARISTOTELES lat. 3/1 (Brügge/Paris 1962) 129; Soph. el. 1, 165 a 2, a.O. 6/1 (Leiden/Brüssel 1975) 6. [8] WILHELM VON MOERBEKE: Corpus lat. commentariorum in Aristotelem graec. 2, hg. G. VERBEKE (Löwen/Paris 1961) 400 = Übers. AMMONIUS: In De int. CAG 4/5, hg. A. BUSSE (1897) 222, 30; a.O. 5/2, hg. A. PATTIN (Leiden 1975) 320 = Übers. SIMPLICIUS: In Cat. CAG 8, hg. C. KALBFLEISCH (1907) 234, 2. [9] J. MARTIN: Antike Rhetorik. Technik und Methode [Hb. der Altertumswiss., hg. I. MÜLLER u.a. 2/3] (1976) 124–135. [10] ANON.: Rhet. ad Herenn. I, 3, 4; vgl. CICERO: De divin. I, 8; M. KIENPOINTNER: Art. ‹Confutatio›, in: G. UEDING (Hg.): Hist. Wb. der Rhet. 2 (1994) 355–357. [11] QUINTILIAN: Instit. orat. V, 13. [12] CICERO: De invent. I, 42, 78; De oratore II, 81, 331. [13] THOMAS VON AQUIN (?): De fallaciis 3. Opera, hg. R. BUSA (1980) 5, 575f. [14] a.O. [15] Vgl. Art. → ‹Obligatio; Ars obligatoria II.›. Hist. Wb. Philos. 6 (1984) 1068–1072. [16] HIPPOLYTUS: ΚΑΤΑ ΠΑΣΩΝ ΑΙΡΕΣΕΩΝ ΕΛΕΓΧΟΣ. Refutatio omnium haeresium, hg. M. MARCOVICH (1986). [17] AVERROES: Destructio destructionum Philosophiae Algazelis. In the Latin version of Calo Calonymos, hg. B. H. ZEDLER (Milwaukee, Wisc. 1961); dtsch.: Die Hauptlehren des Averroes nach seiner Schrift: Die W. des Gazali (1913); engl.: Tahafut al-Tahafut. The incoherence of the incoherence, hg. S. van den BERGH 1–2 (Oxford 1954). [18] M. LUTHER: Tischreden 2878 (1533). Weim. Ausg. 3 (1914) 46f. [19] J. H. ZEDLER: Grosses vollst. Univ.-Lexicon 55 (1748, ND 1962) 1787–1792: Art. ‹W. (der Irrthümer)›; vgl. Art. ‹Polemische Theologie›, a.O. 28 (1741) 1180; vgl. L. PH. THÜMMIG: De vera refutationis notione. Diss. phil. Kassel (1725). [20] ZEDLER, a.O. 1788ff. [21] CH. THOMASIUS: Ausübung der Vernunftlehre 5: Von der Geschickligkeit, anderer Irrthümer zu widerlegen (Halle 1691, ND 1968) 264–295, 266. [22] G. F. MEIER: Vernunftlehre § 547 (1752, 21762) 722. [23] So schon CH. WOLFF: Philosophia rationalis sive Logica § 1024 (1728, 31740). Ges. Werke II/1, 3, hg. J. ECOLE (1983) 737; zum Ausdruck «Consequenzenmachery» vgl. W. T. KRUG: Allg. Handwb. der philos. Wiss. (21832, ND 1969) 1, 520f. [24] MEIER, a.O. [22] 744–746 (§ 567). [25] CH. WOLFF: Discursus praeliminaris de philos. in genere § 162 (1728), hg. G. GAWLICK/L. KREIMENDAHL (1996) 205. [26] Logica §§ 1021. 1017, a.O. [23] 736. 733. [27] § 1019, a.O. 734. [28] I. KANT: Versuch den Begriff der negat. Größen in die Weltweisheit einzuführen 2 (1763). Akad.-A. 2, 182; vgl. CH. SIGWART: Logik § 81, 8 (1873–78, 41911) 2, 295f. [29] Refl. zur Logik, Refl. 2730f. 3454f. Akad.-A. 16, 489f. 845 (zur ‹Vernunftlehre› §§ 196. 493). [30] B. BOLZANO: Wiss.lehre § 538 (1837). Ges.ausg. I/14, 2, hg. J. BERG (1999) 143. [31] A. SCHOPENHAUER: Eristische Dialektik [1828/30?]. Der handschriftl. Nachlaß, hg. A. HÜBSCHER (1966–1974) 3, 675. [32] G. W. F. HEGEL: Phänomenologie des Geistes, Vorrede (1807). Akad.-A. 9 (1980) 35. [33] a.O. 21. [34] Vgl. Art. → ‹Positivismus, Logischer›. Hist. Wb. Philos. 7 (1989) 1122–1124. [35] K. R. POPPER: Logik der Forschung IV (Wien 1934); engl.: The logic of scient. discovery (London/New York 1959); dtsch. (31969) 47–59; zum Spezialproblem der Falsifizierung von Prognosen vgl. Art. → ‹Voraussage; Vorhersage; Prognose 4. d)›. Hist. Wb. Philos. 11 (2001) 1158–1160. [36] J. F. FRIES: Die math. Naturphilos. nach philos. Methode bearbeitet (1822). Sämtl. Schr., hg. G. KÖNIG/L. GELDSETZER 13 (1979) 21; Fries schreibt den Satz H. F. LINK zu. [37] Vgl. Art. → ‹Observatio; Beobachtung›. Hist. Wb. Philos. 6 (1984) 1072–1081. [38] S. G. HARDING (Hg.): Can theories be refuted? Essays on the Duhem-Quine-Thesis (Dordrecht/Boston 1976). [39] POPPER: Log. der Forsch. I, 6, a.O. [35] (31969) 14–17. [40] The status of science and of metaphysics, in: Conjectures and refutations (London 1963, 41992) 195. [41] Conject. and ref., a.O. 36; vgl. The status, a.O. 195. [42] TH. S. KUHN: The structure of scient. revolutions, ch. XII (1962); dtsch.: Die Struktur wissenschaftl. Revolutionen (1967, 1974) 156ff.; vgl. Art. → ‹Revolution, wissenschaftliche›. Hist. Wb. Philos. 8 (1992) 990–996; Art. → ‹Paradigma; exemplar›, a.O. 7 (1989) 74–81, hier: 79. [43] Vgl. Art. → ‹Rationalismus, Kritischer›, a.O. 8 (1992) 49–52. [44] POPPER: The status, a.O. [40] 197. [45] Vgl. K. R. POPPER: Art. ‹Falsifizierbarkeit, zwei Bedeutungen von›, in: H. SEIFFERT/G. RADNITZKY (Hg.): Handlex. zur Wiss.theorie (1992, 21994) 82–86. [46] I. LAKATOS: Falsification and the methodology of scient. research programmes, in: Philos. papers, hg. J. WORRALL/G. CURRIE (Cambridge 1978) 1, 8–101. [47] Proofs and refutations. The logic of math. discovery, hg. J. WORRALL/E. ZAHAR (Cambridge 1976) 88–92; dtsch.: Beweise und W.en (1979) 88–91. [48] Vgl. C. F. GETHMANN: Art. ‹Retorsion›, in: J. MITTELSTRASS (Hg.): Enzykl. Philos. und Wiss.theorie 3 (1995) 597–601. [49] SEXTUS EMP.: Adv. log. II, 463; Pyrrhon. instit. II, 185; vgl. M. BURNYEAT: Protagoras and self-refutation in later greek philosophy. Philos. Review 85 (1976) 44–69, bes. 62ff. [50] W. M. CHARRON/J. P. DOYLE: On the self-refuting statement ‘there is no truth’: a medieval treatment. Vivarium 31 (1993) 241–266. [51] J. L. MACKIE: Self-refutation – a formal analysis. Philos. Quart. 14 (1964) 193–203, 197; ND, in: MACKIE (Hg.): Logic and knowledge 1 (Oxford 1985) 54–67, 59; vgl. J. PASSMORE: Philos. reasoning, ch. 4: Self-refutation (New York 1964) 58–80. [52] Vgl. Art. → ‹Widerspruch, performativer; Widerspruch, pragmatischer›. Literaturhinweise S. K. KNEBEL: W. Umrisse der Begriffsgeschichte. Arch. Begriffsgesch. 46 (2004) 9–28. M. KRANZ |